Serial Lover - der Letzte räumt die Leiche weg
Frankreich 1998, James Huth

Tarantino meets Almodovar meets Splatter goes France. Soviel in Kurzform.

Effektreich in Szene gesetzt (Tarantino) befördert eine neurotisch-lebensuntüchtige Anfangdreißigerin (Almodovar) an einem einzigen Abend aus Versehen ihre drei Lover ins Jenseits - mit großer Grausamkeit (Splatter) und alle in ihrer Wohnung in Paris (France). Zu allem Unglück tauchen viele ungebetene Gäste in der besagten Wohnung auf, inklusive der Polizei. Soviel in Langform.

Es handelt sich bei “Serial Lover” um einen “Wohin mit der Leiche?”-Film, der humoristisch nach dem “Das schiefe Bild”-Prinzip von Loriot funktioniert, besser, funktionieren soll: Alles wird immer schlimmer.

Doch weder absurdeste Steigerungen, noch gestyltes Dekor, noch 90er-typisches Kino der Attraktionen vermögen diesem gescheiterten Versuch einer schwarzen Komödie Pfiff zu verleihen, denn Explizitheit kann Witz nicht ersetzen. “Serial Lover” ist Epigonenkino ohne Ideen und Inspiration, dafür mit großem, hohlem Aufwand.

Ich behaupte: Man muß diesen Film nicht gesehen haben.

Björn Vosgerau



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